125 Jahre Telefon / Fernsprecher in Deutschland

 5. November 1877 Heinrich v. Stephan veranlasst den regelmäßigen Fernsprechdienst zwischen den Amtszimmern des Generalpostamts in der Leipziger Straße zu dem des Generaltelegraphenamt in der Französischen Straße.
        
18. November 1877 Für die 18 Telegraphen Anstalten wurde die erste Anordnung zur Einrichtung des "Fernsprechbetriebs für den Telegraphenverkehr" erstellt.
       

1878

Werner v. Siemens verbessert das "Bell'sche-Telephon", indem er einen Fernhörer mit einem Hufeisenmagneten entwickelt.
   

         
12. Januar 1881

 

Die erste öffentliche Vermittlungsstelle für 8 Teilnehmer wird in Berlin in der Französischen Straße versuchsweise in Betrieb genommen. Weitere Vermittlungsstellen werden in Hamburg, Frankfurt am Main, Breslau, Köln und Mannheim eingerichtet

siehe 100 Jahre Öffentlicher Fernsprechdienst in Deutschland

   

oben:    Erste Vermittlungsstelle in Berlin
rechts:  Anweisung zu Benutzung der Fernsprecheinrichtung von 1881

24. Januar 1881 12 Tage nach Berlin, wurde dann in Mühlhausen/Elsass das erste reguläre Fernsprech- Vermittlungsamt in Deutschland in Betrieb genommen, mit 71 Teilnehmern.
1. April 1881 In Berlin wird die Stadtfernsprecheinrichtung mit 48 Anschlüssen endgültig in Betrieb genommen.
17. Juli 1881 Das erste dokumentierte amtliche Fernsprechbuch in Deutschland mit 99 Teilnehmern erscheint in Berlin, herausgegeben von der Fernsprech- Vermittlungs- Anlage. Es wird das „Buch der 99 Narren“ genannt

Sehr interessanter Link zu diesem Thema:

 

http://www.dastelefonbuch-marketing.de/125jahre/geschichte.php

 

Mit Genehmigung der  DeTeMedien

     
Stadtfernsprecheinrichtung Berlin:

1. Januar 1881 8 Anschlüsse
1. April 1881 48 Anschlüsse
Juni 1881 94 Anschlüsse
Ende 1881 458 Teilnehmer
1882 1069 Teilnehmer
1885 4324 Teilnehmer
1888 9199 Teilnehmer
27. Mai 1889  10.000 Teilnehmer
Foto: Postmuseum Frankfurt a.M  

   

1. Januar 1891 Nach den ersten Versuchen in Berlin und Hamburg (1890) werden das erste weibliche Personal im Fernsprechdienst eingesetzt.
       
21. Mai 1900  Die erste Vermittlungsstelle in Deutschland mit Fernsprechselbstwählbetrieb wird in Berlin mit 400 Anschüssen (nicht öffentliche Anschlüsse) versuchsweise in Betrieb genommen. Erbaut von der Stronger Automatic Telephone Exchange Co.
     

 

1908  Das erste öffentliche Fernsprechamt mit Selbstwählbetrieb  in Europa wird in Hildesheim mit 900 Teilnehmern / 1200 Anschüssen in Betrieb genommen.
     

Foto: Postmuseum Frankfurt a.M

Mit dem Selbstwählbetrieb wird das Telefonieren automatisiert. Die automatische Vermittlung ersetzt  das "Fräulein vom Amt" und der Anrufer wählt selbst die Nummer des Teilnehmers, den er sprechen möchte.  

 

Bedienungsanleitung auf dem Nummernschalter von 1908:

Anweisung: Um z.B. No. 2451 anzurufen: Hörer vom Haken nehmen, Finger in Öffnung 2 der Scheibe stecken, diese drehen bis der Finger anstößt, Scheibe loslassen. Dasselbe wiederholen bei No. 4, 5 u. 1, darauf 2 bis 3 Sekunden und den Knopf unter der Scheibe drücken. Ertönt ein Summen im Hörer, so ist die Nummer besetzt, dann den Hörer aufhängen und später wieder anrufen.

Das Beispiel brachte eine Problem mit sich, die Nummer 2451 gehörte zu einer Schlachterei. Die immer angerufen wurde, wenn eine Anrufer das Beispiel ausprobierte. Später hat die Reichs-Telegraphen-Verwaltung dem Teilnehmer eine neue Rufnummer gegeben, damit er nicht weiter belästigt wurde.

 

1908  Siemens & Halske liefert für die Bayerische Telegrafenverwaltung das erste ZB-Wählamt in Europa, nach München - Schwabing. 
       
1912  In Dresden liefert Siemens & Halske das größte Wählamt in Europa, zu dieser Zeit mit 17.000 Anschlüssen. 
   
     
1914 - 1918 Erster Weltkrieg

 

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